Der Bundesrat hat den Bericht «Mangel an MINT-Fachkräften in der Schweiz» verabschiedet. Der Bericht zeigt einmal mehr auf, dass in der Schweiz ein Mangel an Fachkräften in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) herrscht. Der Einbruch der Volkswirtschaft Ende 2008 hat diesen Mangel in bestimmten Bereichen etwas vergessen lassen. Es ist aber wieder mit einer wachsenden Fachkräftelücke im MINT-Bereich zu rechnen.
Der Arbeitsmarkt hat zwischen 2004 und 2009 auf die Verknappung an verfügbaren MINT-Fachkräften mit einer deutlichen Lohnsteigerung und einer erhöhten Rekrutierung ausländischer MINT-Fachkräfte reagiert. Demgegenüber blieb die Zahl der Studienabschlüsse in MINT in den letzten Jahren relativ bescheiden. Der Frauenanteil in MINT-Studiengängen ist in der Schweiz ausgesprochen tief.
Bundesrätin Doris Leuthard bereitet dieser Umstand grosse Sorge, wie Sie am Tag der Wirtschaft im Novartis Campus in Basel sagte. Die Wirtschaft und Politik müssten alles daran setzen, Kinder wieder für technische Berufe zu begeistern.
Umso unverständlicher ist es, dass der Kanton Solothurn mit der «Verordnung über Schulgelder und Schulgebühren an Höheren Fachschulen» die Schulgelder für Diplomstudiengänge an der Höheren Fachschule für Technik auf 1500 Franken erhöhen und diejenigen an der Höheren Fachschule für Gesundheits- und Sozialberufe auf 700 Franken belassen will.
Die Hälfte aller Ratsmitglieder hat auf Initiative der parlamentarischen Gruppe Wirtschaft und Gewerbe das Veto ergriffen.

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Notmassnahmen gegen den Lehrermangel !? Grosser Fachkräftemangel in vielen Bereichen, trotzt immer noch hohen Arbeitslosenzahlen. Warum?
30% aller Studenten verlassen die ETH Zürich ohne Abschluss. 30% der Gymnasiasten schaffen den Abschluss nicht, steigen aus, oder um. Durchfallquoten von bis zu 50% sind in der Schweiz keine Seltenheit. Wer sind diese Menschen? Warum werden sie nicht Lehrer oder Lehrerinnen?
Der Nobelpreisträger Albert Einstein hätte die Basisprüfung an der ETH Zürich, heute nicht mehr bestehen können. Wie seine Biographie zeigt.
Wie anspruchsvoll und kompliziert muss es denn noch sein? Ist das wirklich nötig? Studien zeigen: 50% von allem was man gelernt hat, kann man gar nie gebrauchen.
Trotz hohem Fachkräftemangel fallen die Nachwuchsfachkräfte reihenweise durch die Prüfungen!
Millionenbeträge werden jährlich wegen nicht bestandenenen Prüfungen in den Sand gesetzt.
Das sind nun die Folgen! Bei so hohen Durchfallquoten kann es nicht genügend Lehrer und Fachkräfte geben.
Alle Bemühungen von Bildungsexperten und Politikern etwas zu verändern, sind bis heute gescheitert. Warum?
Viele Prüfungsreglemente sind vom Bundesrat genehmigt worden. Die Politik ist für die Steuerung und Aufsicht verantwortlich. Doch sie tut nichts und riegelt alles ab.
Ergänzung des Autors:
Das Veto zeigte Erfolg: Der Kanton Solothurn hat die «Verordnung über Schulgelder und Schulgebühren an Höheren Fachschulen» angepasst. Die Höhe der Schulgelder wurde gleich hoch angesetzt – für Diplomstudiengänge an der Höheren Fachschule für Technik und für Gesundheits- und Sozialberufe.