wirtschaftliche Lage bei den Décolletage-Betrieben

von RFuerst am 20. Dezember 2010

Die wirtschaftliche Lage der Drehteile-Hersteller der Schweiz hat sich gefestigt. Wie anlässlich ihrer Vorstandssitzung des Verbandes (www.swiss-precision.ch) zusammengefasst, ist das Auftragsvolumen stark angestiegen, der Personalbestand kann teilweise wieder angehoben werden und es wird wieder vermehrt investiert.

Bei der Beurteilung der Wirtschaftslage werden aber auch grosse Herausforderungen konstatiert:

So ist kaum möglich, eine auch nur annähernd sichere Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung zu erstellen. Dies wiederum bremst die Investitionspläne und –vorhaben und führt dazu, dass Ressourcen teilweise nur gemietet, statt gekauft werden.

Der starke Franken, respektive die schwachen Dollar- und Euro-Kurse führen zu grossen Währungsverlusten oder zu vergleichsweise teuren Schweizer Produkten.

Lange Lieferfristen sind vor allem bei den etwas spezielleren Rohstoffen und Legierungen in Kauf zu nehmen und auch der hohe Goldpreis drückt die Marge teilweise stark nach unten.

Die Uhrenbranche läuft besser, die Automobilbranche sehr gut.

Der Fachkräftemangel zeigt sich wieder sehr ausgeprägt. Die negativen Auswirkungen sind einerseits das aktive Abwerben von Fachkräften und teilweise unrealistisch hohe Lohnforderungen.

Schliesslich leitet sich aus all diesen Faktoren die grösste Herausforderung ab: Die Erreichung eines hohen Grades an Kunden-Zufriedenheit vorwiegend in Bezug auf Qualität, Termintreue und Preis.

Schreiben Sie einen Kommentar

Vorheriger Artikel:

Nächster Artikel: